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Bürgerbefragung im Mai 2006

Unser Leitbild muss auf den Bedürfnissen der Pleinfelder aufbauen. Zu diesem Zweck wurden im Frühjahr 2006 die Pleinfelder Bürger gebeten, sich im Rahmen einer Bürgerbefragung zur Situation und weiteren Entwicklung von Pleinfeld zu äußern. Von ca. 3300 ausgeteilten Fragebögen wurden 461 ausgefüllt zurückgegeben. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung von Pleinfeld ergibt sich danach folgendes Meinungsbild:

  • 98 % halten die Naturnähe und attraktive Landschaft hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung Pleinfelds für wichtig.
  • Nur 29 % sind der Meinung, dass sich die Gemeinde Pleinfeld ausschließlich auf den Tourismus konzentrieren sollte; 63 % lehnen dies ab.
  • Auf die Frage, welche Art von Tourismus Pleinfeld anstreben sollte, ergaben sich folgende Antworten:
      Spaß, Action, Events: 8 %
      Natur, Ruhe, Erholung: 39 %
      Sowohl als auch: 53 % 
  • 75 % halten die Ansiedlung von Gewerbe-Betrieben für wichtig.
  • 94 % wollen ein ausgewogenes Nebeneinander von Tourismus, Wirtschaft sowie Wohnqualität und keine Extreme.

Es zeigt sich, dass die Mehrheit der Pleinfelder eine alleinige Ausrichtung auf den Tourismus ablehnt. Tendenziell wird ein Tourismus bevorzugt, der auf Natur, Ruhe und Erholung setzt. Die Ansiedlung von Gewerbebetrieben wird als wichtig angesehen.

Angesichts des demographischen Wandels aber auch angesichts der schon heute hohen Bedeutung der Einkommensteuerumlage für den Gemeindehaushalt erscheint es notwendig, zusätzlich auch Neubürger anzuziehen. Auch hierzu befragt, äußerten sich die Pleinfelder grundsätzlich positiv: 

  • 65 % befürworten den Zuzug von Menschen mit guten Einkommen, da die Gemeinde über die Einkommensteuerbeteiligung davon profitiert.

Zusammengefasst ergab die Befragung, dass wir Pleinfelder uns eine nachhaltige Entwicklung wünschen, die sich auf die drei Zielsäulen Tourismus, Gewerbe und Wohnen/Zuzug stützt. Will man die Planung danach ausrichten, müssen mögliche Wechselwirkungen zwischen diesen drei Säulen beachtet werden: So lässt sich z.B. Tourismus nur mit Wohnqualität vereinbaren, wenn es sich um einen qualitativen Tourismus handelt. Auch ist nicht jede Art von Gewerbe mit einer hohen Wohnqualität vereinbar.

Ergänzende Bürgerbefragung Oktober 2006

Als Beilage zur Bürger-Info vom Oktober 2006 wurden die Ergebnisse der Arbeitskreise an die Bürger verteilt, damit sie sich einen Überblick über die erarbeiteten Ziele, Maßnahmen und Projekte verschaffen konnten. Gleichzeitig waren sie aufgefordert,  ihre Zustimmung oder Ablehnung zu den Ergebnissen zum Ausdruck zu bringen. Außerdem konnten sie nochmals Anregungen, Verbesserungsvorschläge oder Kritik vorbringen und sich damit aktiv am Leitbildprozess beteiligen. In der Folge gingen nochmals etwa 180 Anregungen und Verbesserungsvorschläge beim Projektbüro ein.

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